Wieso die heutige Politik versagen muss

Wir haben also eine Gemeinschaft voller Menschen, die mit ihren unverarbeiteten Erlebnissen getrennt von ihren Bedürfnissen leben und das jeden Tag!

Eine gewisse Anzahl an Menschen reagiert auf den Anpassungsdruck durch die Erwartung der Eltern, Ärzte, usw. mit einer Unterwerfung gegenüber einer Autorität. Dadurch entsteht Macht, nach dessen Regeln nicht nur ein der Autorität höriger Mensch, sondern auch ein Rebell lebt (vgl. Der Wahnsinn der Normalität – Arno Gruen).

Beide sind insgeheim voller Hass auf sich selbst, da in ihrem Inneren kaum wirkliches Leben, dafür umso mehr Angst steckt. Zum Glück gibt es auch eine große Anzahl an Menschen, bei denen beides nicht so stark ausgeprägt ist bzw. sogar Machtspiele auf Unverständnis stoßen, da man sich doch immer irgendwie einig wird und man auf sich selbst vertrauen kann.

Je nachdem, wie günstig die klimatischen Bedingungen sind oder was für große Ereignisse passiert sind, kann Politik wunderbare Lebensbedingungen schaffen, da selbst dem erzkonservativen Hardliner die Sonne ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. Da in der Politik Macht aber von einzelnen entkoppelt und demokratisch abgestimmt wird, müssen die Bedingungen also positiv sein, damit es angenehm für möglichst alle Menschen wird. Sprich: Jemand anderes muss günstige Bedingungen schaffen, damit wir selbst gute Laune haben, großzügig sind, usw.

Nur: Wann ist das denn mal so und ist ein solches Fundament sinnvoll?

Nein, denn z.B. das Klima beeinflussen wir Menschen zwar im großen Stile, beim Wetter funktioniert das eher nicht. Kaum regnet es oder wird kalt, schon hört der Spaß bei vielen Menschen auf.

Andere Nationen handeln nicht so, wie wir uns das vorstellen, sondern verfolgen ganz eigene Ziele und gelten oft auch deswegen direkt als Feind.

Schon immer wurden Ereignisse wie ein Terror Anschlag instrumentalisiert, damit man das eigene Befinden ignorieren und sich auf etwas anderen fokussieren kann um sich bloß nicht mit dem eigenen Zustand auseinander setzen zu müssen. Die USA sind dafür DAS Beispiel schlechthin.

„Hartz 4 Empfänger sind ja eh alle faul“ und all die anderen Klischees funktionieren nur, weil wir selbst nicht mit uns im Reinen sind und Hass auf den anderen besteht, der uns an unser Inneres (z.B. unsere eigene Schwäche) erinnert. Mitgefühl haben und/oder sogar zu untersuchen, wer denn diese ominösen Hartz 4 Empfänger sind (meist allein erziehende Mütter, Gering-Verdiener oder kranke Menschen).

Das passt dann auch direkt ins Bild, denn so jemand hat sicherlich Schwächen und braucht empathische Hilfe zur Selbsthilfe und stellt damit leider die ideale Projektionsfläche für den eigenen Hass bzw. Härte dar.

In der Politik sind meistens auch Menschen zu treffen, die sich der Macht unterworfen haben und mitmachen wollen um sich so ein möglichst guten Anteil zu sichern. Kann so jemand dauerhaft und unabhängig von Wetter, usw. Entscheidungen treffen, die zum Wohle möglichst aller Menschen führen? Ich denke nicht, ansonsten müssten viele Gesetze z.B. mit einem konkreten Zielzustand versehen sein, der regelmäßig überprüft wird.

Die Menschen, die also wenig Empathie aufbringen können, dafür aber aus der inneren Angst heraus sich den Machtspielen unterwerfen, entscheiden jeden Tag über uns alle. Das erklärt dann auch, wieso so viele Skandale in der Politik ans Tageslicht kommen. So jemand muss den inneren Hass auf die Unterwerfung irgendwie umgehen, die eigene Angst bedienen und wird anfällig für verlockende Angebote, Krankheiten o.Ä. und verspielt so schnell jedes Vertrauen seiner Mitmenschen.

So werden jeden Tag Menschen von eben diesen Menschen gegeneinander ausgespielt, da die Grundlage für Machtspiele in so vielen Menschen vorhanden ist. Es muss ja einen (anderen) Verlierer als einen selbst geben, was in der Regel dann denjenigen trifft, der sich eh kaum wehren kann (s.o. Hartz4 Empfänger). Man selbst war schwach und hat sich unterworfen, also ist jeder Schwächere doch selbst schuld und muss zusehen, wie er über die Runden kommt!

Einen „wirklichen“ Menschen, voller Empathie und Vertrauen auf sich selbst und in andere Menschen können Sie nicht gegen einen anderen Menschen ausspielen. Er hat Mitgefühl, kann auch schlechtere Bedingungen aushalten und würde eher auf den eigenen Vorteil verzichten um einem Schwächeren zu helfen. Der Schwächere wird dadurch wieder stärker und revanchiert sich garantiert, sollte es dem anderen Menschen dann mal schlecht gehen -> Echte Solidarität und Gemeinschaft voll geteiltem Leid und geteilter und damit doppelter Freude!

Kennen Sie eine Partei, die eine Vision von einer Gesellschaft voller „wirklicher“ Menschen hat und damit auf sich aufmerksam macht? Oder eine Partei die gezielt untersucht, was da eigentlich die Ursache für das tägliche Leid sind und dagegen vorgeht?

Wie würde auf Sie ein Werbe Spruch wie „Wir streben eine Gesellschaft an, in der jeder stark ist, empathisch und gesund. Bei echter Solidarität gibt es nur geteiltes und damit halbes Leid oder geteilte und damit doppelte Freude für alle!“ wirken? Bei einigen kommt die Erinnerung an dunkle Zeiten in Deutschland hoch, da so ähnliche Versprechungen bereits gemacht wurden – mit einem fatalen „Ergebnis“, welches uns alle noch heute belastet.

Wie ist das nun auf kleinerer Ebene im alltäglichen Miteinander?

Dazu mehr im nächsten Beitrag…