Reflexintegration

Die meisten Eltern kennen das:

Die Kinder sind dauernd laut, wollen nicht hören, leben viel in der Fantasie oder trauen sich bereits banale Dinge kaum bis gar nicht. Bis zu einem gewissen Grad ist das auch gar kein Problem, im Gegenteil!

Ab einem gewissen Punkt, wenn z.B. Freunde oder Lehrer/Erzieher das Thema ansprechen und das eigene Bauchgefühl sich meldet, muss etwas getan werden und dies ist auch gar nicht so schwer!

Wir Menschen haben ein einzigartiges, angeborenes Programm um uns zu entwickeln. Bereits im Mutterleib und besonders im ersten Lebensjahr sorgt dieses Programm durch rhythmische, automatisch vorgegebene Bewegungen für eine Entwicklung des Gehirns.

Ursache sind primitive bzw. frühkindliche Reflexe mit der Aufgabe, Gehirnareale zu verknüpfen, Nervenbahnen zu festigen und Muskelspannung aufzubauen, damit sich die Fein- und Grobmotorik optimal entwickeln kann.

Durch Reize werden die Reflexe ausgelöst und Gehirn und Muskeln entwickelt. Wenn man Kinder beobachtet, wird man früher oder später diese unbestimmten und scheinbar unsinnigen Bewegungen sehen um sich selbst die nötigen Reize zu geben.

Bis zum dritten Lebensjahr sollte eine vollständige Kopfkontrolle ausgebildet sein. Bis zum vierten Lebensjahr sollte dieses Programm vollständig abgeschlossen sein, damit das Kind sich optimal auf der Erde bewegen, den Körper spüren und gegen die Schwerkraft arbeiten kann. Das soll möglichst unbewusst und mit minimalem Aufwand geschehen.

Durch z.B. Stress in der Schwangerschaft oder bei der Geburt kann dieses geniale Programm empfindlich gestört werden und die Reflexe werden weiterhin unbemerkt ausgelöst und kosten Kind und Eltern unheimlich Kraft und Aufmerksamkeit. Dies ist ein Zeichen neuronaler Unreife, also fehlender Nerven-Verknüpfungen im Gehirn.

Auch wenn das Kind nicht hören will (oder besser: nicht hören KANN), Probleme beim Lesen/Schreiben hat und dauernd zappelt, deutet dies auf neuronale Unreife hin. Das gleiche gilt für ständige Müdigkeit/Trägheit oder auch Ängstlichkeit, die sich durch Flucht oder herrisches Verhalten zeigt.

Spätestens im ersten Schuljahr zeigt sich besonders, ob das Gehirn des Kindes weit genug ausgereift und damit schulreif ist. Still und gerade sitzen, von der Tafel ablesen, Schreiben und Zuhören wird schwer bis unmöglich, da das Kind beständig gegen die bestehenden Reflexe arbeiten muss.

Die gute Nachricht: Die Reifung des Gehirns lässt sich nachholen!

Pro Modul testen wir, welche Reflexe noch aktiv sind und integrieren die Reflexe in ca. 4-wöchigem Abstand. Für zu Hause erhält das Kind ein passendes Übungsprogramm, welches bis zum nächsten Termin durchgeführt wird. Der Erfolg hängt maßgeblich von der regelmäßigen und sauberen Durchführung dieses Übungsprogramms ab (ca. 8-10 Minuten am Tag)!

Reflexintegration ist grundsätzlich für alle Kinder und Jugendliche geeignet, die medizinisch gesund sind und dennoch Auffälligkeiten wie innere Unruhe, häufige Ablenkung vom Wesentlichen, Probleme mit still sitzen, Lesen und Schreiben lernen oder auch starken Emotionen haben.

Die Module dienen gleichzeitig als Prävention für ADHS, Lese-Rechtschreibe-Schwäche, Dyslexie, Depression/Burnout, usw und sorgen für ein gutes Gefühl für den eigenen Körper.

Rechtlicher Hinweis:

Reflexintegration ist keine medizinische Behandlung und kann in Krankheitsfällen keine notwendige ärztliche Behandlung ersetzen, aber in Absprache mit Ihrem Arzt eine ideale Ergänzung darstellen.

Dieser Erfassungsbogen hilft bei der Einschätzung. Ab 7 „Ja“ Antworten ist von noch aktiven Reflexen auszugehen.

Eine Erfassung der Situation und Termine unter: Kontakt

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